Die besten Tauchreviere
Vier Reviere stechen heraus. Ustica nördlich von Palermo ist das berühmteste: 1986 zu Italiens erstem Meeresschutzgebiet erklärt, mit klarem Wasser und einem Fischreichtum, der vom jahrzehntelangen Schutz zeugt. Lampedusa im äußersten Süden, näher an Afrika als an Sizilien, hat die klarste Sicht und die besten Chancen auf Schildkröten. Die Ägadischen Inseln sind das Revier für Wracktaucher - hier liegen antike Frachter neben Schiffen aus dem Zweiten Weltkrieg. Und die Liparischen Inseln bieten eine vulkanische Unterwasserlandschaft aus Steilwänden, Höhlen und aufsteigenden Gasblasen.
Schnorcheln ohne Ausrüstung
Man muss kein Taucher sein, um Siziliens Unterwasserwelt zu sehen. Die Felsküsten sind voller geschützter Buchten mit klarem Wasser. Am schönsten ist das Naturreservat Zingaro mit den Buchten Cala Capreria und Cala Marinella, dazu die Isola Bella bei Taormina und die Felsen von Aci Trezza vor Catania. Ein Schnorchel-Set kostet im Verleih nur ein paar Euro, viele Buchten sind flach und auch für Kinder geeignet.
Praktisch: Kurse, Preise, Saison
Die Tauchsaison läuft von Mai bis Oktober, das Wasser hat dann 20 bis 26 Grad. Ein Schnuppertauchgang kostet 50 bis 80 Euro, ein geführter Tauchgang etwas weniger, ein Open-Water-Kurs über vier Tage 350 bis 500 Euro. Tauchbasen gibt es auf allen Hauptinseln und in den größeren Küstenorten. Im Hochsommer sollte man zwei bis drei Tage vorausbuchen, in der Nebensaison reicht meist der Vortag.
Häufige Fragen
Wo sind die besten Tauchspots?
Ustica als Hauptrevier mit klarem Wasser und Fischreichtum, Lampedusa mit über 30 Metern Sicht und Schildkröten, die Ägadischen Inseln mit antiken und Kriegswracks, die Liparischen mit vulkanischer Unterwasser-Topografie.
Was kostet ein Tauchgang?
Ein Schnuppertauchgang 50-80 €, ein einzelner Tauchgang 50-70 €, ein Wracktauchgang 80-120 €. Ein PADI-Open-Water-Kurs über vier Tage kostet 350-500 €.
Wann ist die beste Zeit?
Mai bis Oktober. Das Wasser hat dann 20-26 Grad und die Sicht ist oft hervorragend. Im Hochsommer sind die Inseln voll, im Winter fahren weniger Fähren.
Kann ich auch nur schnorcheln?
Sehr gut. Die Felsbuchten an der ganzen Küste eignen sich, besonders im Naturreservat Zingaro mit Cala Capreria und Cala Marinella. Ein Schnorchel-Set leiht man für wenige Euro.
Was sehe ich unter Wasser?
Zackenbarsche, Muränen, Barrakudaschwärme, Oktopus und in den Höhlen Schwämme und Korallen. Rund um Lampedusa trifft man häufiger Meeresschildkröten.
Ist Ustica wirklich besonders?
Ja. Die Insel nördlich von Palermo wurde 1986 zu Italiens erstem Meeresschutzgebiet erklärt. Der Schutz seit Jahrzehnten macht sich in Fischbestand und Sicht bemerkbar.
Eignet sich Schnorcheln für Kinder?
Die flachen, geschützten Buchten wie Cala Tonnarella im Zingaro oder die Felsen von Aci Trezza sind ideal. Für kleinere Kinder eine Schwimmweste mitnehmen.
Gibt es deutschsprachige Tauchschulen?
Auf den Hauptinseln arbeiten einige Tauchbasen mit deutschsprachigen Lehrern. Eine kurze Anfrage vorab klärt das.
Welche Wracks lohnen sich?
Vor den Ägadischen Inseln liegen antike Frachter und Wracks aus dem Zweiten Weltkrieg, vor Lampedusa eine versenkte Madonnenstatue auf etwa 14 Metern.
Brauche ich einen Tauchschein?
Für geführte Tauchgänge ja, für einen Schnuppertauchgang unter Anleitung nicht. Den Schein macht man vor Ort in vier Tagen oder bringt ihn mit.
Offizielle Quellen
- Area Marina Protetta Isole Egadi - Tauchzonen und Regeln im Schutzgebiet der Ägaden
- Area Marina Protetta Isole Pelagie - Tauch- und Schnorchelregeln rund um Lampedusa/Linosa
Stand: Juni 2026.