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Sicherheit Sizilien

Reiseplanung

Sicherheit Sizilien

Sizilien hat einen Ruf, der dreißig Jahre hinterherhinkt. Für Reisende ist die Insel heute unkompliziert - die Mafia ist kein Thema, die echten Risiken sind banal: Taschendiebe, aufgebrochene Autos, die Sonne.

Wie sicher Sizilien wirklich ist

Wer an Sizilien denkt, denkt oft an alte Mafia-Filme. Die Realität im Urlaub ist eine andere: Die Insel zählt für Reisende zu den unproblematischen Regionen Italiens. Gewaltkriminalität spielt sich, wo es sie gibt, in Milieus ab, mit denen ein Tourist nie in Berührung kommt. Was bleibt, ist Kleinkriminalität - und die ist überschaubar, wenn man ein paar Selbstverständlichkeiten beachtet.

Die Mafia und die Realität für Reisende

Die Cosa Nostra ist nicht verschwunden, aber sie ist ein Schatten ihrer selbst. Nach den Attentaten auf die Richter Giovanni Falcone und Paolo Borsellino 1992 reagierte der Staat mit aller Härte, und die Organisation wurde über Jahrzehnte zurückgedrängt. Für Reisende ist sie unsichtbar - niemand wird im Urlaub damit konfrontiert.

Sichtbar ist eher das Gegenteil: die Bewegung Addiopizzo, ein Zusammenschluss von Betrieben, die kein Schutzgeld zahlen. Lokale mit dem Aufkleber im Fenster kann man bewusst ansteuern. Wer sich für das Thema interessiert, findet im Geschichts-Guide mehr.

Die echten Risiken: Taschendiebe, Auto, Natur

Drei Dinge verdienen echte Aufmerksamkeit. Erstens die Taschendiebe: auf den Märkten von Palermo, in vollen Bussen und an Bahnhöfen. Geldbörse nach vorn, Handy in die Innentasche, fertig. Zweitens das Auto: Nie etwas Sichtbares liegen lassen, in Städten ins bewachte Parkhaus. Drittens, am meisten unterschätzt, die Natur. Die Sommersonne ist gnadenlos, das Meer hat an manchen Stränden Strömung, und der Aetna gehört nur mit geprüften Bedingungen und Guide bestiegen. Im Notfall gilt überall die 112.

Häufige Fragen

Ist Sizilien sicher?

Ja, für Reisende sehr. Gewaltkriminalität betrifft Touristen praktisch nicht. Das reale Risiko ist Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl in vollen Städten und Aufbrüche von Mietwagen.

Muss ich mir wegen der Mafia Sorgen machen?

Nein. Die Cosa Nostra ist seit den Anschlägen auf Falcone und Borsellino 1992 stark zurückgedrängt und hat mit Touristen nichts zu tun. Man bekommt von ihr im Urlaub schlicht nichts mit.

Was ist Addiopizzo?

Eine Bewegung gegen Schutzgeld (pizzo). Lokale mit dem Addiopizzo-Aufkleber zahlen kein Schutzgeld - wer bewusst dort isst, unterstützt das. Eine sympathische Art, die Insel kennenzulernen.

Worauf in Palermo und Catania achten?

Auf Taschen und Handy in vollen Gassen, an Märkten und in Bussen. Geldbörse nach vorn, Smartphone in die Innentasche. Keine Wertsachen offen tragen - die normale Großstadtvorsicht.

Sind die Strände sicher?

Ja. Lassen Sie nur nichts Wertvolles unbeaufsichtigt liegen. Der größte Strand-Fehler ist, Sachen sichtbar im geparkten Auto zu lassen.

Wie sicher reisen Frauen allein?

Sizilien gilt als unkompliziert für Alleinreisende. Das Niveau ist nicht anders als in Spanien oder Süditalien. Abends die übliche Aufmerksamkeit in Bars und Clubs, sonst entspannt.

Welche Notrufnummer gilt?

Die europaweite 112 erreicht Polizei, Rettung und Feuerwehr. Bei Diebstahl braucht man für die Versicherung eine Anzeige (denuncia), im medizinischen Notfall geht es ins Pronto Soccorso, die Notaufnahme.

Gibt es Gegenden, die ich meiden sollte?

Ein paar Wohnviertel am Stadtrand von Palermo und Catania sind rauer, liegen aber abseits jeder Sehenswürdigkeit. In den touristischen Altstädten gibt es keinen Grund zur Sorge.

Worauf beim Mietwagen achten?

Nie etwas sichtbar liegen lassen, in Städten und an Stränden bewachte Parkhäuser nutzen. Das größte Auto-Risiko ist aber kein Diebstahl, sondern der ZTL-Strafzettel - mehr unter Parken auf Sizilien.

Welche Versicherung brauche ich?

Eine Auslandskrankenversicherung gehört in jedes Gepäck, bei Bergtouren am Aetna mit Rettungsklausel. Mehr unter Reiseversicherung.

Offizielle Quellen


Stand: Juni 2026.